Boats

L95 – modernes Sportboot in nostalgischer Holzoptik

Das L95 ist ein modernes Regattaboot in klassischem Holzdesign. In den Teams finden sich erfahrene Segler wie deutsche Meister, Olympiasieger, Europameister und Weltmeister. Modernste Sportboottechnik ermöglicht ein hervorragendes und sicheres Handling in allen Situationen. Auch als Daysailer ist das L95 beliebt und sowohl allein als auch mit Crew oder Familie einfach schön zu segeln.

Langgestreckter Rumpf

Niedriger Freiboard

Hohes Rigg

30 qm Segelfläche

65 qm Spinnaker

Legno Vagante – leicht und wendig wie ein Treibholz

München, 1995, Tantris. An der Bar eine gesellige Runde absoluter Segelenthusiasten. Gemeinsam träumt man vom perfekten Segelboot. Leicht und wendig wie ein Treibholz soll es sein, ab dem leisesten Windhauch in Fahrt kommen. Winddreher? – kein Problem. Perfekt getrimmt und klassisch elegant in der Optik. „Treibholz“ soll es heißen, oder klangvoller auf Italienisch „Legno Vagante“. So der Traum der Gründerväter Klaus W. Schäfer, Volker Stegmann, Jean-Laurent Risterucci, Markus Glas, Christoph Junker.

Bootsbaumeister Markus Glas macht sich gleich tags darauf ans Werk. Ein Jahr später präsentiert er sein erstes L95 namens „Legno Vagante“. Das moderne Sportboot im klassischen Design war ein solcher Erfolg, dass jährlich mehrere L95 Boote in Auftrag gegeben wurden – darunter immer wieder ein „Legno Vagante“, wie der Blick in unser Bootsregister zeigt. Der Legno Vagante Preis ist jedes Jahr ein Höhepunkt der Segelsaison.

Historie

L-Boote entstanden Anfang des 20. Jahrhunderts noch zu Zeiten von Kaiser Wilhelm als offene Drei-Mann-Kielbootklasse. Bis Mitte der 1920er Jahre entwickelte sich ein Bestand von ca. 200 Booten, die v. a. auf den deutschen Binnenseen gesegelt wurden. Heute sind nicht mehr viele der ursprünglichen L-Boote erhalten. Mit dem Aufleben der Traditionsklassen auf den oberbayerischen Seen entwickelte sich zunehmend auch Interesse an neuen Booten. So entstand 1995 der Gedanke, eine alte Klasse neu auferstehen zu lassen. Der Konstrukteur Dipl. Ing. Klaus Röder der Firma Carpe Diem Yacht Design wurde beauftragt, aufbauend auf der Tradition der alten L-Boote einen neuen Riss zu zeichnen. Noch im selben Jahr setzte der Possenhofener Bootsbaumeister Markus Glas die Konstruktion um und baute das erste moderne L95-Boot, die „Legno Vagante“. 

Am 11.02.2008 wurde die Klassenvereinigung der L95 unter dem Namen L95-Vereinigung e. V. gegründet.

Trimmanleitung

Allgemeine L95 Trimm Tipps

Mast im Deck so fixieren, dass der Mast durch Einschub eines Mastkeiles auf der hinteren Seite ca. 15mm Vorbiegung erhält.
Mitte Vorstag an Deck bis Vorderkante Mast = 2,59m maximum.

Vorstaglänge

An Vorderkante des Mastes 1m vom Deck nach oben Markierung anbringen.
Maßband mit Spifall ganz nach oben ziehen.
1m Markierung vom Mast auf Vorstag mit Maßband übertragen.
Von dieser 1m Markierung am Vorstag nach unten auf Rollfock Decksbeschlag messen.


Oberwantposition

2. Loch von vorne
Spannung 22-24 auf Loos


Unterwantposition

5. Loch von vorne


Spannung

8-10 auf Loos


Kreuzwant

gerade soviel anziehen, dass Mast weder nach Lee durchhängt noch nach Luv biegt


Backstag

anziehen bis Loos 15 anzeigt 15 = max. Zug und markieren


Spannung Backstage

viel Wind = max
mittel Wind = etwas weniger als max
leichter Wind = nur leicht angezogen


Holepunkt für 140% Genua

Mitte Vorstag an Deck bis Rollenachse
Holepunkt = 3,80m


Bei böigem Wind Backstage ständig anpassen d. h. bei nachlassendem Wind Backstage lösen, bei zunehmendem Wind Backstage anziehen.

Segel setzen:

Genua II—–150%—–1-3 Bft.
Genua II—–140%—–2-6 Bft.

Genua Vorliek in Profil einführen und hochziehen, Vorliek soweit mit Fall spannen bis keine Falten mehr zu sehen sind. Vorliek auf keinen Fall zu stark spannen!

Großsegel:

Boot in den Wind stellen, Schoten lösen und Fall stark durchsetzen.
Sollte das Segel beim Segeln wieder etwas nach unten rutschen, Lose mit Cunningham regulieren.
Baumniederholer ansetzen bis Großbaum ca. waagrecht steht.
Genua am Wind unten an die Wanten heranziehen bis Segel leicht ansteht.
An der unteren Saling ca. 10cm Abstand. Bei Leichtwind etwas loser.
Diese Einstellung kann durch Verschieben des Holepunktschlittens verändert werden.
Bei viel Wind kann der Schlitten um 1 Loch zurückgenommen werden um das Segel oben zu öffnen.

Bei Winchless System unbedingt Genuaschot mit Markierungen versehen und zwar wie folgt:
Genua im Hafen ganz dicht nehmen und Schlitten mit Klemme ganz nach vorn ziehen. Bei dieser Stellung Schot bis Klemme markieren.

65m² Spinnaker befindet sich in BB-Tasche
Spinnakerfall ist immer angeschlagen und Schäkel abgetapt!
Schoten können an- oder abgeschlagen sein, ganz nach Vorliebe der Vorschoter.

a) In Lee setzen 

Sack aufspannen
Spibaum an STB setzen
Abfallen und neuen Kurs steuern
Spinnaker setzen. Wenn Spinnaker ganz oben
Luvschot nach Achtern holen (bis Spinnakerbaum ca. 90° zum Wind steht)
Achterholer anziehen bis Spinnaker steht
Backstag entlasten, Boot aufräumen

b) In Luv setzen 

Sack aufspannen
Spinnaker setzen und gleichzeitig
STB Spischot ziehen. Spinnaker zum Stehen bringen, dann Spinnakerbaum setzen.
Anschließend Backstag entlasten und Boot aufräumen.

c) Spinnaker bergen 

Sack aufspannen
Spibaum abnehmen und am Großbaum verstauen
Genua ausrollen
Restliche Strecke zur Boje ohne Spibaum fahren, hierbei Spibeiholer ganz dicht holen
Am leichtesten lässt sich der Spinnaker in Luv bergen (bis ca. 4 Bft.)
Die sichere Lösung ist, den Spinnaker in Lee hinter dem Großsegel zu bergen
Beim Bergen darauf achten, dass sich der Spinnaker nicht verdreht
Sack schließen
Boot aufräumen
Gewicht auf die Kante, wenn der Wind es zulässt

55m² Spinnaker

Der kleine Spinnaker wird auf harten Raumschotkursen oder bei sehr viel Wind eingesetzt. 

Halsen mit Spinnaker:

Step 1 

Boot aufräumen
Achterstag einklemmen
Beide Spibeiholer ansetzen
Vorschiffsmann auf Vordeck mit Rücken zum Mast

Step 2 

Steuermann beginnt abzufallen
Vorschiffsmann löst Spibaum am Mast und am Spinnaker, pickt Spinnakerbaum in neue Luvschot und wieder am Mast ein
Mittschiffsmann zieht den Spinnaker auf neue Seite

Step 3 

Steuermann löst Backstag und bringt das Großsegel auf die andere Seite.
Mittschiffsmann korrigiert weiter den Spinnaker
Vorschiffsmann setzt Backstag auf neuen Bug
Spibeiholer in Lee lösen
Boot aufräumen

Bootswerft

Markus W. Glas im Interview

„Mit dem L95 kann man einfach wunderbar auf den Seen segeln und viel Spaß haben.“

Seit 1924 besteht das Familienunternehmen Bootswerft Markus Glas GmbH in Possenhofen. Vor vier Generationen begann Markus Glas als gelernter Wagner und Bootsbaumeister mit dem Bau kleinerer Beiboote, Fischerkähne und Jollenkreuzer. Später kam der Bau von Cruising- und Rennmotorbooten hinzu, mit denen Dipl. Ing. Markus Glas, bereits in der zweiten Generation, viele internationale Titel und einen Weltrekord erlangen konnte.

Mit Hilfe verschiedener Konstrukteure, meist Marconi, und diesen Erfolgen machten sich die Boote schnell einen Namen. Gegen Ende der Ära der Rennmotorboote auf Binnengewässern begann die Bootswerft den Bau von Segelbooten zu forcieren.

Markus „Burle“ Glas, selbst leidenschaftlicher Segler, wurde im Drachen einmal Weltmeister, fünfmal Europameister und zwölfmal Deutscher Meister. Beruflich ganz in der Familientradition der Bootsbaumeister entwarf er gemeinsam mit Dipl. Ing. Klaus Röder 1995 das L95 und 2001 das L95CR. Maßgeschneidert auf die bayerischen Binnenreviere gehörten beide Modelle bald zu den beliebtesten Produkten der renommierten Werft. Markus Wolfgang Glas legte den Grundstein für die Entstehung der L95-Vereinigung und der heute fast 80 Boote starken L95 Flotte mit einer lebhaften Regattaszene. Herzlichen Dank!

Class

Klaus W. Schäfer im Interview

Ehrenmitglied und Gründervater der L95-Vereinigung

L95-Vereinigung

Herzlich Willkommen in der L95-Vereinigung

Die Klassenvereinigung sind wir alle gemeinsam. Spannende Regatten und tolle Events, voller Einsatz auf dem Boot und ehrenamtliches Engagement im Vorstand – das alles ist die L95-Vereinigung. Das neue Website Team sorgt für digitale Frische. Die Geschäftsstelle kümmert sich um die Pflichten und Verwaltungsaufgaben im Vereinswesen. Und über neue Mitglieder freuen wir uns natürlich auch. Die Klassenvereinigung der L95 wurde am 11.02.2008 unter dem Namen L95-Vereinigung e. V. gegründet. Das Segelzeichen ist „L95“.

Aufgaben der L95-Vereinigung:

1. Die Interessen der Eigner von L95-Booten zu schützen und das Interesse am Boot zu fördern
2. Die Überwachung der Klassen-, Bau- und Vermessungsvorschriften sowie Vergabe der Messbriefe.
3. Die Pflege und Förderung des Wett- und Fahrtensegelns sowie Festlegung von Schwerpunktregatten.
4. Die Förderung und Pflege der Kameradschaft und seglerischen Ausbildung (Erziehung der Jugend).

Vorstand

1. Vorstandsvorsitzender: Dr. Jean-Laurent Risterucci
Schriftführer und Stellvertretender Vorstandsvorsitzender: Robert Stark
Kassierer: Bernd Rösler
Vorsitzender des technischen Ausschusses: Markus W. Glas
Ehrenmitglied: Klaus W. Schäfer

Kontakt

L95-Klassenvereinigung e.V. 
Geschäftsstelle: Cordula Schickel 
Postfach 1119 
82323 Tutzing

Tel. 089 121 777 74

Email: info@L95-boot.org

Rules

Die Klassenregeln sind das Rückgrat der L95 Boot Klasse.
Sie bestimmen die Bauausführung des L95 Bootes.

Diese Klassenregeln sind so zu verstehen, dass alles verboten ist, was nicht ausdrücklich als erlaubt spezifiziert oder freigestellt ist. 

Bauvorschriften / Klassenregeln

1. Allgemeines 

1.1 Die L95 Klasse wurde 1995 aus den Regeln der ursprünglichen L-Bootklasse entwickelt und soll als Nachfolge dieser Klasse fungieren.

1.2 Die Verwaltung der Klasse obliegt der Firma Markus Glas GmbH in Zusammenarbeit mit der Klassenvereinigung.

1.3 Alles, was nach dieser Vorschrift nicht erlaubt ist, ist verboten.

1.4 Als L95 Boote gelten Boote der Typen L95 Mark I, Mark II, Mark III und L95 CR2010 sowie L95 GER 216.

2. Lizenzen und Rechte 

2.1 Lizenzen und Rechte liegen bei der Firma Markus Glas GmbH.

2.2 Baulizenzen können von der Firma Markus Glas GmbH gegen Gebühr vergeben werden 

3. Registrierung 

3.1 An Klassenwettfahrten dürfen nur solche Boote teilnehmen, die die Bauvorschriften und Vermessungsbestimmungen der L95 Klasse erfüllen.

3.2 Die Segelnummer wird von der Klassenvereinigung vergeben.

3.3 Die fortlaufende Nummer muss im Kiel vor dem hinteren Schott eingraviert werden (Größe der Zahlen min 60mm) Vor der Zahl ist ein L anzubringen (z.B. L235).

3.4 Das Segelzeichen L95 und die Segelnummer sind im Großsegel anzubringen.

4. Bauart 

Wulstkielplatten und Schwertkonstruktionen sind verboten. Außer den üblichen Verbänden sind besondere horizontale und vertikale Verstrebungen mit einfachen und gekreuzten Verbindungen verboten. Der Rumpf soll durch Schotten oder Auftriebskörper einen Sicherheitsauftrieb von mindestens 150% der Verdrängung erhalten.

5. Form 

Der Spiegel muss sich auf den Kiel bzw. dessen Verlängerung aufsetzen und muss mit ihm durch ein Knie verbunden werden. 

6. Überhänge 

Die Länge der einzelnen Überhänge darf nicht mehr als 0,6 des vorhandenen Gesamtüberhanges betragen. Hohle Vorstevenlinien sind verboten.

7. Breite 

Die größte Breite muss mindestens 1,75m, die Breite in der Wasserlinie mindestens 0,9 m der größten vorhandenen Breite betragen. Eine nicht zu vermessende Scheuerleiste bis zu 20mm Dicke ist erlaubt.

8. Freibord 

Der Freibord muss 0,36 – 0,50m betragen.

9. Sitzraum 

Der Sitzraum muss 1,60 – 2,50m lang sein. Der Sitzraum muss vorne und seitlich mit einem Setzbord versehen sein, der von mindestens 50mm nach vorne auf 80mm lotrechter Höhe über Deckslevel ansteigt.

Der Sitzraumrand darf vorne als Wellenbrecher ausgebildet und bis vor den Mast mittschiffs geführt werden und hier zusammenlaufen. In diesem Falle braucht an der Vorderkante des Sitzraumausschnitts querschiffs ein Sitzraumrand nicht angeordnet sein.

10. Ruder 

Freihängende Ruder sind erlaubt.

11. Yachtrumpf 

Der Yachtrumpf muss ein Raumrechteck umhüllen, dessen Länge und Breite mindestens 1 m und dessen Höhe 0,55 m betragen muss. Die Breitseite dieses Raumrechtecks ist von Innenkante Außenhaut zu messen. Die Höhe von 0,55 m ist von einer Linie 400mm über der CWL nach unten abzusetzen. Dieses Raumrechteck ist auf die Länge von 1 m einzuhalten.

In einer Spantebene mittschiffs darf kein Punkt der Innenkante Außenhaut in geringerer Entfernung als 0,70 m vom Kreuzungspunkt der Mittschiffsebene mit einem Punkt 400mm über der CWL, liegen. Siehe hierzu die nachfolgende Skizze zum Raumrechteck und Radius in Spantebene.

12. Bauausführung 

Karweelbeplankung mit eingebogenen Spanten, Spantabstand max. das 12fache der Außenhautstärke. Bei voll verleimter Leistenbauweise beträgt der Spantenabstand maximal 600 mm von Mallkante zu Mallkante. Bei formverleimter Bauweise können die Spanten ganz entfallen. Die Außenhautstärke beträgt hier mind. 14mm.

Für die Aufnahme der Püttinge sind 2 Spantpaare einzubauen. Ein nicht durchbrochener Fußboden von mindestens 14mm Dicke soll mindestens die Länge des Sitzraumes haben und an seiner breitesten Stelle mindestens 1,00 m messen.

Segelfläche, vermessen nach den Regeln des DSVmax30qm
Großsegel max0,8 der Segelfläche
Verdrängung (Gewicht) max1000 kg
Größte Breite in der DWL max0,9 der größten Breite
Größter Tiefgang max1,1 m
Verhältnis der größten Länge zur größten Breitemax4,5 : 1
Verhältnis der größten Länge zur Länge in der DWL1,4-1,6 : 1
Geringstes Freibord0,36 – 0,50 m
Sitzraumlänge1,6 – 2,5 m
Seitliche Eindeckung neben dem Sitzraummin0,3 m
Decksprung, d. h. Pfeilhöhe der Sehne an OK Deck gemessenmin1% der größten Länge
Decksbalkenbuchtmax5% der größten Breite
Aussenhautplankendickemin14 mm
Decksplankendickemin14 mm
Erlaubte Besatzungmax3
Darunter bezahlte Leute0

13. Gewicht 

Das Gewicht der rennfähigen Yacht ohne Ausrüstung und ohne Mannschaft muss mindestens 1000 kg betragen und ist durch Berechnung oder Wägung festzustellen.

Ein Elektromotor ist erlaubt. Das Gewicht der Batterien und des Motors wird zusätzlich zum berechneten Gewicht gezählt.

14. Besegelung 

Die Fläche des Großsegels darf 0,8 der Gesamtsegelfläche nicht überschreiten. Die Fläche des Vorsegeldreiecks wird voll in Rechnung gestellt.

15. Ausrüstung 

Die Ausrüstung muss folgende Gegenstände umfassen:

1 Anker 8kg Gewicht einschließlich Stock

20 m Trosse von 12mm

1 Paddel

1 Fangleine von 15m Länge

2 Eimer à 10 ltr.

Die Ausrüstung muss bei Wettfahrten an Bord sein.

16. Pumpen 

Mindestens 1 Handpumpe oder 1 Elektropumpe sind vorgeschrieben.

17. Beschlagausrüstung 

Zugelassen sind folgende Beschläge bzw. Trimmeinrichtungen:
1 Rollfockanlage mit oder ohne Profilstag
2 Winschen oder winchless System
1 Spinnakereinrichtung bestehend aus:
2 Fallen, 1 Topnant, 1 Niederholer, 2 Spibeiholer mit 1 Paar Ratschblöcken und Klemmen, Spinnakerschoten 
1 Paar Backstagverstellungen (grob und fein)
1 Großschot 
1 Achterstagverstellung
1 Boomkicker + Bullentalje
1 Unterliekstrecker
1 Cuninghamverstellung
2 Stautaschen für Spinnaker
mind. 1 Sitzducht
2 Stautaschen seitlich

Weitere Trimmeinrichtungen sind nicht erlaubt.

18. Ausreithilfen 

Ausreithilfen für die Crew sind nicht erlaubt, ebenso das Hängen aussenbords.

19. Zusätzliche Geräte 

1 Digital oder Analog Kompass
1 Speedometer
1 Echolot 
sind erlaubt.

Takelungsvorschriften

1. (T) Takelungshöhe (HAT), gemessen von Oberkante Deck in der Mittschiffsebene bis Unterkante oberes schwarzes Band ist max. 12,00 m. Hierbei darf in der senkrechten Spantebene am Mast die zulässige Balkenbucht höchstens 1/30 dieser Decksbreite betragen. Bei größerer Balkenbucht wird der Unterschied auf die Takelungshöhe angerechnet.

2. (T) Die tiefste Stellung des Großbaumes ist durch ein schwarzes Band am Mast gekennzeichnet, unter dessen Oberkante die Oberkante des Baumes nicht gefahren werden darf. Die Oberkante des schwarzen Bandes darf nicht höher als 1,0 m und nicht tiefer als 0,7 m über Mitte Deck angebracht werden. Decksbucht sinngemäß wie Ziffer 1 (T).

3. (T) Der Schnittpunkt des Fockstages an Vorderkante Mast gemessen, darf nicht höher liegen als 9,50 m über Deck. Auf keinen Fall darf er höher liegen als 85% der vorhandenen Takelungshöhe. Decksbucht siehe Ziffer 1 (T).

4. (T) Großsegel 

1. Kopfbrett: Die Ausladung des Kopfbrettes darf ab Vorderkante Lieck 150mm nicht überschreiten.

2. Latten: Das Achterliek wird durch 4 Latten in 5 annähernd gleiche Teile geteilt. Der Abstand der Latten voneinander bzw.vom Kopfbrett darf 20% der Achterlieklänge um nicht mehr als 5% überschreiten. Alle Latten dürfen durchgehend ausgeführt sein. Max. Länge der obersten Latte 1.350 mm.

3. Folgende Mittelbreiten sind einzuhalten, bezogen auf die Unterliekslänge:

1/2 Breite = 78% vom Unterliek

1/4 Breite = 53% vom Unterliek

1/8 Breite = 31% vom Unterliek

4. Das Vorliek darf mit Rutschen am Mast gefahren werden. 

5. (T) Vorsegel

Das Maß LP der Vorsegel darf max. 140% des J-Maßes betragen.

6. (T) Vermessung

Die Größe der Segelfläche wird nur auf Grund der festen Maße an den Spieren festgestellt.

SA = (HxB)/2 + (IxJ)/2

Die Rundung des Achterlieks bleibt außer Betracht.

7. (T) Spinnaker

Die größte Länge der Seitenlieken darf 9,70 m nicht überschreiten. Das Quermaß des Spinnakers darf an keiner Stelle größer sein als 3 x J. die Spinnakerbaumlänge darf max. 110% des Maßes J betragen. Vermerk über den Spinnakerbeschlag und Spinnakerbaum im Messbrief. Im oberen Vermessungspunkt des Vorsegeldreiecks kann rechtwinklig zur Vorderkante Mast ein Beschlag zum Befestigen des Spinnakerfall-Blocks angebracht sein, dessen Oberkante nicht über den Vermessungspunkt nach oben hinaus reiche und dessen äußerste Vorkante Mast ausladen darf.

Berechnungsformel:

(Unterliek + größte Breite)/2 x Seitenliek x 0,95 = max. 65 qm

8. (T) Mast 

Die Achterkante des Mastes muss gerade sein. Der Mast und Großbaum müssen aus Aluminium gefertigt sein. Der Querschnitt des Mastes muss mindestens 105 mm in Längsrichtung und 70 mm quer betragen. Die Achterkante des Mastes muss gerade sein. Das stehende Gut muss aus Draht sein. Gezogenes Material (Rod) ist verboten. Backstage und Achterstag können auch aus Dyneema gefertigt sein. Das Unterwant muss mindest 60mm achterlich der Oberwante geführt werden. Unterbackstage sind verboten.

9. (T) Die Vermesser haben alles sorgfältig zu prüfen und den Befund protokollarisch festzuhalten bzw. im Messbrief mit Datum insbesondere auch bei Nachvermessungen, zu vermerken. Die von Ihnen vermessenen Segel und Masten sind mit ihrem Stempel und dem Datum der Vermessung sowie der Protokollnummer zu versehen. Etwaige Zweifel über Vermessungsfragen und Fragen betreffend der Auslegung der Vorschriften sind vor Erteilung des Messbriefes dem Technischen Ausschuss zur Entscheidung zu unterbreiten. Gegebenenfalls kann der Vermesser eine vorläufige Vermessungsbescheinigung ausstellen.

Ranglistenregatten

Klasse: L95

Vermessung: 

Die Boote müssen den Klassenregeln entsprechen.

Besegelung: 

Dagron, max. 140% und 5 Unzen bei Langstrecken: frei wählbar

Gewichtslimit: 

wurde aufgehoben

Wettfahrten: 

Eine Ranglistenregatta (Klassenregatta) muss für mindestens 2 Tage – eine Ranglistenregatta (Langstrecke) für 1 Tag ausgeschrieben werden. Pro Klassenregatta werden maximal 4 Wettfahrten gewertet. Für das Ranglistenergebnis werden die 8 besten Wettfahrten gewertet.

Voraussetzungen:

Steuerleute müssen Mitglied in der L95 Klassenvereinigung sein

Bildrechte / Presse: 

Die Teilnehmer erklären sich einverstanden, dass von den teilnehmenden Yachten und Personen auf dem Wasser und an Land Aufnahmen hergestellt und diese uneingeschränkt in Bild und Ton gesendet bzw. gedruckt werden dürfen. Alle teilnehmenden Personen erklären sich bereit, auf Ersuchen für Interviews bereitzustehen.

Werbung: 

Die Veranstaltung wird als Kategorie C (gemäß World Sailing Regulation 20) eingestuft. Werbeflächen auf Segel, Rumpf, und Reling sind erlaubt. Jedes sonstige PR-Event bzw. Werbung während der Veranstaltungsdauer ist an die Zustimmung der Klassenvereinigung gebunden.
Auf den Teilnehmer Yachten sind folgende Werbeflächen für Werbung des Veranstalters freizuhalten falls dieser es wünscht: Flagge am Achterstag, Teil vom Baum, 1/3 Rumpf

Wertung (Rangliste): 

Es werden nur Steuerleute gewertet.

Steuerleute müssen Mitglied in der L95 Klassenvereinigung sein.

Eine Ranglistenregatta (Klassenregatta) muss für mindestens 2 Tage, eine Ranglistenregatta (Langstrecke) muss für 1 Tag ausgeschrieben sein.

Für das Ranglistenergebnis werden die 8 besten Ergebnisse gewertet.

Ranglistenfaktor: 

von 05 – 09 Teilnehmer Faktor 1.0

von 10 – 14 Teilnehmer Faktor 1.2

von 15 – 19 Teilnehmer Faktor 1.3

über 20 Teilnehmer Faktor 1.4

Langstreckenregatten werden mit Faktor 1.0 gewertet.

Für auswärtige Regatten gilt der Faktor 1.2 (Ammersee, Bodensee..)

Für Grand Slam Regatten gilt der Faktor 1.4

Ranglistenpunkte = 100 x Faktor x (Anzahl Teilnehmer + 1 – eigener Platz) ./. Anzahl Teilnehmer.

Daneben gibt es noch den Multiplikator m, der bestimmt, wie oft das Ergebnis einer Serie in die Rangliste eingebracht wird. (Es gelten die gesegelten Wettfahrten, unabhängig davon, ob eine oder mehrere Wettfahrten gestrichen wurden)

Anzahl gesegelter Wettfahrten: m – Multiplikator

1 1

2 2

3 3

4 oder 5 4

6 oder mehr 5

Ab 3 gesegelten Regatten gehen jeweils die 8 besten Wettfahrten in die Ranglistenwertung ein.

Grand Slam Regatten

L95 Oberland L SVOS

Bucentaur Preis BYC 

L95 Josef Preis CYC

Legno Vagante Preis YCP

L95 Pinne MYC

Prinzessin 

Irmingard L95 BYC

Die Ergebnisse der einzelnen Regatten werden am Ende der Saison in der Grand Slam Wertung zusammengefasst. Auf die Gewinner warten tolle Preise, die auf dem großen Abschlussfest im Herbst feierlich verliehen werden.

Klasse: L95

Vermessung: 

Die Boote müssen den Klassenregeln entsprechen.

Besegelung: 

Dacron, max. 140% und mind. 5 Unzen

Gewichtslimit: 

wurde aufgehoben

Wettfahrten: 

Es können 6 Regatten gesegelt werden.

Pro Regatta werden die besten 3 Wettfahrten gewertet. Sollten weniger als 3 Wettfahrten gesegelt werden, werden die Wettfahrten 1 bis 2 gewertet.

Voraussetzungen: 

Das Boot muss mindestens an drei Regatten (Veranstaltungen) an den Start gehen, die Meldung allein genügt nicht.

Bildrechte / Presse: 

Die Teilnehmer erklären sich einverstanden, dass von den teilnehmenden Yachten und Personen auf dem Wasser und an Land Aufnahmen hergestellt und diese uneingeschränkt in Bild und Ton gesendet bzw. gedruckt werden dürfen. Alle teilnehmenden Personen erklären sich bereit, auf Ersuchen für Interviews bereitzustehen.

Werbung: 

Die Veranstaltung wird als Kategorie C (gemäß ISAF Regulation 20) eingestuft. Werbeflächen auf Segel, Rumpf, und Reling sind erlaubt. Jedes sonstige PR-Event bzw. Werbung während der Veranstaltungsdauer ist an die Zustimmung der Klassenvereinigung gebunden.

Auf den Teilnehmer Yachten sind folgende Werbeflächen für Werbung des Veranstalters freizuhalten, falls dieser es wünscht: Flagge am Achterstag, Teil vom Baum, 1/3 Rumpf

Wertungen (Grand Slam)

Gewertet wird das Boot.

Pro Regatta werden max. 4 Wettfahrten gewertet. Für das Grand Slam Ergebnis werden die 8 besten Wettfahrten gewertet. Es sind vier Wettfahrten vorgesehen.

Oberland L – SVOS

Es wird nach dem Low-Point-System gemäß WR Anhang A gesegelt, dabei werden von 1 bis 3 gesegelten gültigen Wettfahrten alle, ab 4 gesegelten gültigen Wettfahrten alle mit Ausnahme der schlechtesten gewertet.

Bucentaur Preis – BYC

Es sind fünf Wettfahrten vorgesehen, werden sie nicht erreicht, so können auch mindestens zwei Wettfahrten die Serie entscheiden. Ab vier gültigen Wettfahrten wird das schlechteste Einzelergebnis gestrichen. Low-Point-System gemäß Anhang A WR.

Sommerregatta – YCP

Es sind vier Wettfahrten vorgesehen. Ab vier gültigen Wettfahrten wird das schlechteste Einzelergebnis gestrichen. Low-Point-System gemäß Anhang A WR.

L95 Josef Preis – CYC

Es sind vier Wettfahrten vorgesehen. Wurden vier gültige Wettfahrten gesegelt, wird das schlechteste Ergebnis eines Teilnehmers nicht gewertet.
Low-Point-System gemäß Anhang A WR.

Legno Vagante Preis – YCP

Es sind vier Wettfahrten vorgesehen, bei 4 gesegelten Wettfahrten erfolgt 1 Streichresultat.
Low-Point-System gemäß Anhang A WR.

L-Boot – MYC

Es sind vier Wettfahrten vorgesehen, Ab vier gültigen Wettfahrten wird das schlechteste Ergebnis gestrichen.
Low-Point-System gemäß Anhang A WR.

Pr. Irmingard L95 – BYC

Es sind fünf Wettfahrten vorgesehen. Ab vier gültigen Wettfahrten wird das schlechteste Einzelergebnis gestrichen. Low-Point-System gemäß Anhang A WR.

Races

Zu den Ranglistenregatten zählen alle L95-Regatten mit mindestens 5 teilnehmenden L95 Booten sowie alle Langstreckenregatten vom Starnberger See mit offener Ausschreibung. Zu den Grand Slam Regatten zählen Oberland L (SVOS), Bucentaur Preis (BYC), Legno Vagante Preis (YCP), L95 Pinne (MYC), Prinzessin Irmingard L95 (BYC).

Rangliste

Ab 3 gesegelten Regatten gehen jeweils die 8 besten Wettfahrten in die Ranglistenwertung ein.

Download Rangliste (PDF)

Grand Slam

Download Grand Slam Regatten (PDF)

Im Jahr 2007 standen die L95 Gründerväter Klaus Schäfer, Volker Stegmann, Markus Glas und Christoph Junker an der Schranke des Yachtclub Possenhofen und philosophierten über die Zukunft der L95 Boote. Am Ende des Gespräches wurden mehrere weitreichende und zukunftsorientierte Ziele festgelegt, die in der Saison 2008 umgesetzt werden sollten:

Die Gründung der L95-Vereinigung mit Volker Stegmann als erstem Präsidenten, die Erstellung einer L95 Homepage und eine komprimierte L95 Regattaserie – die Grand Slam Regatten.

Vier Regattaserien am Starnberger See sollten den Grand Slam Cup ergeben (siehe auch Rules). Ganz wichtig war allen Beteiligten, dass auch der Spaßfaktor nicht zu kurz kommt. Seither wird an allen vier Regatten am jeweiligen Samstagabend ein schönes Rahmenprogramm vorbereitet, zu dem auch alle Segler und Freunde eingeladen sind, die keine Zeit zum Segeln hatten. So soll die L95 Klasse auch außerhalb der Regattabahnen aktiv sein.

Ein wichtiger Höhepunkt jeder Regattasaison ist die Vergabe des Grand Slam Cups im Rahmen eines großen Festes mit allen L95 Seglern und Freunden dar. Seit 2009 heißt die Regatta Serie „L95 Grand Slam Regatten“.

Seit 2011 wurden erstmals Ranglistenregatten durchgeführt.

Folgende Ranglisten-Preise werden verliehen:

1. – 3. Platz 100 Gramm Silberbarren
4. – 6. Platz 50 Gramm Silberbarren
7. – 10. Platz 31,1 Gramm Silberbarren

Preise erhalten nur die Teilnehmer, die an der Siegerehrung teilnehmen.

Die Siegerehrung für die Ranglistenregatten findet zusammen mit der Siegerehrung der Grand Slam Regatten im Herbst meist im Anschluss an die Jahreshauptversammlung statt.

Seit 2018 werden sechs L95 Regatten in der Gesamtwertung der L95 Grand Slam Regatten zusammengefasst.

News

Bootsregister

Regattakalender

Day Race 1

30.04.2022

30.04.2022

Oberland L

14.05.2022

15.05.2022

L95 Pinne

11.06.2022

11.06.2022

Bodenseewoche

09.06.2022

12.06.2022

Bucentaur Preis

18.06.2022

18.06.2022

Goldpokal

09.07.2022

09.07.2022

Vidi Pokal

10.07.2022

10.07.2022

Legno Vagante Preis

23.07.2022

24.07.2022

Day Race 2

07.08.2022

07.08.2022

Prinzessin Irmingard L95

10.09.2022

10.09.2022